„Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus,

da bleibe, wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus.

Wie die Wolken dort wandern am himmlischen Zelt,

so steht auch mir der Sinn in die weite, weite Welt.“

In unzähligen Gedichten und Liedern wird der Monat Mai als Wonnemonat gewürdigt. Dies rührt vermutlich von „Wonne“ als Synonym oder Steigerung zu „Freude“ her, zu dem der Frühling Anlass bietet. Eigentlich beginnt der Frühling im März, dennoch konzentrieren sich die positiven Elemente des Frühlings im allgemeinen Bewusstsein in der Regel auf den Mai, der geprägt ist von aufblühender Natur (Maiglöckchen, Tulpen, Veilchen), mildem Wetter und traditionellen Bräuchen. Zu diesen sehr alten Traditionen gehört das sogenannte „Maiwecken“, das im ganzen deutschsprachigen Raum noch immer gepflegt wird. Auch der Musikverein 1864 Buchholz e.V. pflegt diese Tradition und zählt damit zu den Frühaufstehern am 1. Mai.

Bei schönstem Wetter und Sonnenschein trafen sich die Musikerinnen und Musiker um 06:30 Uhr im Schulhof. Durch die Schwarzwaldstraße ging es auf direktem Weg in die Denzlingerstraße zur traditionell ersten Einkehr-Station beim Weingut Nopper. Dort wurde der Musikverein von Angelika und Berthold Nopper herzlich begrüßt und man stieß bei einem Gläschen Sekt oder Wein oder einem alkoholfreien Getränk gemeinsam auf den 1. Mai 2026 an. Danach ging es durch die Vogesen- und Torackerstraße zur Ortsmitte, wo für die Wohngemeinschaft „Am Drescheschopf“ das Maienlied gespielt und die erste Strophe dazu gesungen wurde. Anschließend marschierten die Musiker durch die Alte Dorfstraße, die Von-Bayer-Straße und die Schwarzwaldstraße zur David-Moosmann-Straße. Hier ließen es sich die befreundeten Familien des Frauengartens rund um Familie Petkovic nicht nehmen, den Musikverein wie in den Vorjahren zu bewirten. Auch dies ist mittlerweile zu einer liebgewonnenen Tradition geworden. Danach ging es über die Fohrenbühlstraße weiter nach Batzenhäusle. Mit den beiden Märschen „Golden Bridge“ und „Musikantengruß“ schlugen die Musiker über die Rappeneckstraße und „An der Halde“ den Weg zu Susanne und Franz Ruff ein, wo der Musikverein dieses Jahr zum Frühstück eingeladen war. Am reichhaltigen Buffet konnte man sich stärken und bei einer Tasse Kaffee wurden bei dem einen oder anderen neue Lebensgeister geweckt. Mit der Polka „Schwarzwälder Maidli“, dem Walzer „Waldzauber“ und dem „Hoch Badnerland“ bedankten sich die Musiker für die nette Bewirtung. Anschließend ging es über die St. Margareten-Straße und den Mühlenwinkel zum Hahnenhof, wo die Musikerinnen und Musiker bei Familie Muchenberger wie in den letzten zwei Jahren zum Abschluss des diesjährigen Maiweckens eingeladen wurden. Im schönen Innenhof konnte „gechillt“, gemütlich geplaudert und auf den Mai angestoßen werden.

Ein herzliches „Vergelt’s Gott“ gilt allen, die den Musikverein bewirtet und aufgenommen haben sowie allen Spendern und Unterstützern des Vereins. Es war aber auch schön zu sehen, wie viele Zuhörer sich an den Fenstern, den Balkonen und an der Straße über das musikalische Mai-Wecken gefreut haben. Es zeigt, dass sich die Aufrechterhaltung dieser alten und schönen Tradition lohnt.